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Biblische Gewissheiten – Anmerkungen zu Th. Damian:
                        Cuvânt însetat de tăcere /
                Worte, die sich nach Stille sehnen,
,
              Editura Eikon, Bukarest 2025, 124 S. *
*


Es gibt keinen tieferen und intimeren Ausdruck des spirituellen Lebens Amerikas als das Werk seiner Dichter. Von Anne Bradstreet bis zu den Beats, von den Gesängen der amerikanischen Ureinwohner und den Hymnen der Shaker bis zu Walt Whitman und Emily Dickinson – Religion und Spiritualität standen in der amerikanischen Poesie schon immer im Mittelpunkt. Der Lauf der Geschichte webt einen Teppich aus den vielen Strängen amerikanischer religiöser Erfahrung und Praxis: den suchenden Meditationen der puritanischen Pioniere, der evangelikalen Inbrunst der Great Awakenings, den mystischen Strömungen des Transzendentalismus, den vielfältigen Einflüssen der Weltreligionen, die im modernen Amerika Wurzeln geschlagen haben.

Die zeitgenössische christliche Poesie in den Vereinigten Staaten ist vielfältig und umfasst Dichter verschiedener Konfessionen und ethnischer Hintergründe. Sie spiegelt die kulturelle und theologische Pluralität des amerikanischen Christentums wider. Der rumänisch-amerikanische orthodoxe Theologe Theodor Damian ist eine solche poetische Stimme, die die christliche Spiritualität seiner Herkunft in seine neue Heimat integriert. Andere einflussreiche Vertreter der glaubensbasierten Poesie wie Wendell Berry, Christian Wiman, Marilyn Nelson und Scott Cairns kommen einem in den Sinn. Diese Dichter sind sowohl in literarischen als auch in Glaubensgemeinschaften für Werke anerkannt, die sich intensiv mit christlichen Werten und Themen auseinandersetzen. Angesichts der zunehmenden Säkularisierung der westlichen Gesellschaften scheint die Erzählung vom gelebten Glauben überzeugend nachhaltig zu sein.
In Damians Fall beschäftigt sich seine Poesie zunehmend mit grundlegenden Fragen zu seiner eigenen Identität, zum Leben und zum Tod. Der Fokus liegt nicht nur auf Lobpreis oder Flehen an Gott, sondern vielmehr auf der Abgründigkeit des menschlichen Lebens und der Welt selbst.

                                   

Eine Weltanschauung, die ihre Wurzeln in der individuellen Erlösung des Christentums und den Schriften der Mystiker hat. Der Leser erlebt das Unbestreitbare: Es ist die Hinwendung zu Gott, die neue Kraft schenkt. Sowohl biblische Gewissheiten als auch erlebte Ereignisse werden auf die Probe gestellt und müssen sich bewähren: Könnte es einen Bereich der Absolutheit geben, in dem alle Vorläufigkeiten und Unvollkommenheiten meiner faktischen Existenz aufgehoben wären?
Der Dichter entdeckt die „Sehnsucht nach Stille”, das tiefe Verlangen der Seele nach einer direkten, unvermittelten Begegnung mit Gott, frei von den Ablenkungen der Welt und des Selbst.

Worte, die sich nach Stille sehnen
Und der Himmel dreht sich wieder
wie immer, wenn er sich nach einem Blitz sehnt
wenn du nicht gehen musst
und doch sehnst du dich nach der Abreise
wie meine Worte
sich
nach der Stille des Anfangs sehnen

Diese Stille ist nicht leer, sondern ein heiliger Raum, in dem Gott durch kontemplative Praktiken wie Gebet und Einsamkeit mit „leiser, sanfter Stimme“ gehört werden kann. Die Metapher steht für die Aufgabe des Eigenwillens und eine Reise in die tiefe, geheimnisvolle Gegenwart des Göttlichen, die, so glaubt man, leichter zugänglich ist, wenn man still und empfänglich ist. Was für ein schönes Beispiel für das westliche Verständnis von Heilung, das göttliche Ordnung zu finden, die Trost spendet und Hoffnung gibt. „Aus der Bibel“, fasst Damian zusammen, „kann man Geschichten erzählen, die aus tiefgreifenden menschlichen Erfahrungen entspringen und die grundlegenden Probleme, tiefgreifenden Erfahrungen und zeitlosen Perspektiven auf das Leben in Worte fassen“. (1) Kein Wunder, dass die Bibel das literarisch am meisten verarbeitete Buch aller Zeiten ist. Denn welche Geschichten sind dort bewahrt: Geschichten über Liebe, Schuld und Scham (Adam und Eva), über Eifersucht und Brudermord (Kain und Abel), über Massensterben und Erlösung (Noah), über Größenwahn und Sprachverwirrung (der Turmbau zu Babel), von Segen und Betrug (Isaak und Jakob), von Selbstaufopferung und Tyrannen-mord (Esther und Judith), von Liebe, Weisheit und Vertrauen (Ruth), von Menschwerdung und Opfertod (Jesus), von Treue und Verrat (Petrus), von Berufung und Mission (Paulus) – und das sind nur einige der erzählerischen Höhepunkte dieser „einzigartigen Bibliothek der Menschheit, die man Bibel nennt“(2). Wahrlich, was für ein Material für Schriftsteller!
Damian's Gedichte handeln davon, die intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Umgang mit dem Leben zu fördern und praktische soziale Kompetenzen zu entwickeln. Unsere reale Welt besteht aus vielen natürlichen oder künstlichen Grenzen, Mauern, Fenstern, Türen und Toren, die unseren Blick einschränken oder sogar in eine bestimmte Richtung lenken. Seit jeher bedrängt ...........

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