|
Eine Weltanschauung, die ihre Wurzeln in der individuellen Erlösung des Christentums und den Schriften der Mystiker hat. Der Leser erlebt das Unbestreitbare: Es ist die Hinwendung zu Gott, die neue Kraft schenkt. Sowohl biblische Gewissheiten als auch erlebte Ereignisse werden auf die Probe gestellt und müssen sich bewähren: Könnte es einen Bereich der Absolutheit geben, in dem alle Vorläufigkeiten und Unvollkommenheiten meiner faktischen Existenz aufgehoben wären? Der Dichter entdeckt die „Sehnsucht nach Stille”, das tiefe Verlangen der Seele nach einer direkten, unvermittelten Begegnung mit Gott, frei von den Ablenkungen der Welt und des Selbst.
Worte, die sich nach Stille sehnen Und der Himmel dreht sich wieder wie immer, wenn er sich nach einem Blitz sehnt wenn du nicht gehen musst und doch sehnst du dich nach der Abreise wie meine Worte sich nach der Stille des Anfangs sehnen
Diese Stille ist nicht leer, sondern ein heiliger Raum, in dem Gott durch kontemplative Praktiken wie Gebet und Einsamkeit mit „leiser, sanfter Stimme“ gehört werden kann. Die Metapher steht für die Aufgabe des Eigenwillens und eine Reise in die tiefe, geheimnisvolle Gegenwart des Göttlichen, die, so glaubt man, leichter zugänglich ist, wenn man still und empfänglich ist. Was für ein schönes Beispiel für das westliche Verständnis von Heilung, das göttliche Ordnung zu finden, die Trost spendet und Hoffnung gibt. „Aus der Bibel“, fasst Damian zusammen, „kann man Geschichten erzählen, die aus tiefgreifenden menschlichen Erfahrungen entspringen und die grundlegenden Probleme, tiefgreifenden Erfahrungen und zeitlosen Perspektiven auf das Leben in Worte fassen“. (1) Kein Wunder, dass die Bibel das literarisch am meisten verarbeitete Buch aller Zeiten ist. Denn welche Geschichten sind dort bewahrt: Geschichten über Liebe, Schuld und Scham (Adam und Eva), über Eifersucht und Brudermord (Kain und Abel), über Massensterben und Erlösung (Noah), über Größenwahn und Sprachverwirrung (der Turmbau zu Babel), von Segen und Betrug (Isaak und Jakob), von Selbstaufopferung und Tyrannen-mord (Esther und Judith), von Liebe, Weisheit und Vertrauen (Ruth), von Menschwerdung und Opfertod (Jesus), von Treue und Verrat (Petrus), von Berufung und Mission (Paulus) – und das sind nur einige der erzählerischen Höhepunkte dieser „einzigartigen Bibliothek der Menschheit, die man Bibel nennt“(2). Wahrlich, was für ein Material für Schriftsteller! Damian's Gedichte handeln davon, die intellektuelle Auseinandersetzung mit dem Umgang mit dem Leben zu fördern und praktische soziale Kompetenzen zu entwickeln. Unsere reale Welt besteht aus vielen natürlichen oder künstlichen Grenzen, Mauern, Fenstern, Türen und Toren, die unseren Blick einschränken oder sogar in eine bestimmte Richtung lenken. Seit jeher bedrängt ...........
|